Aktuelles

 

Liebe Förderer,

hier erhalten Sie einen kurzen Überblick über unsere Aktivitäten in den vergangenen Monaten.
Für Ihre Unterstützung auch an dieser Stelle
ein herzliches Dankeschön!

 

 

Ihr SZ-Nothilfe-Team

 



SZ-Nothilfe unterstützt Menschen in Not


Bericht zur 19. Jahreshauptversammlung
am 16.07.18

 

Seit 1997 unterstützt die SZ-Nothilfe Menschen aus dem Landkreis Ravensburg, die in eine Notlage geraten sind und bei denen staatliche Unterstützung nicht greift oder nicht ausreicht. Bei der Jahreshauptversammlung haben deren Mitglieder nun auf das zurückliegende Jahr geblickt. Rund 127.000 Euro wurden im Landkreis Ravensburg 2017 ausgeschüttet und 332 Menschen konnte in deren Not geholfen werden.

 

Die Unterstützung der SZ-Nothilfe ist unbürokratisch und kommt schnell bei den Menschen an. Und das bei minimalen Verwaltungskosten, sodass jeder Spenden-Euro dort ankommt wo er dringend benötigt wird. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder der SZ-Nothilfe ehrenamtlich, aufgeteilt in die Gruppen Oberschwaben und Allgäu; eilige Fälle werden vom Vorstand jeweils sofort entschieden. Während in der Allgäu-Gruppe 2017 die Fallzahlen um 20 Personen auf 52 im Vergleich zum Vorjahr stiegen, sind sie in Oberschwaben gefallen. Wurden 2016 dort noch 350 Anträge angenommen, so waren es im vergangenen Jahr noch 280. Gestiegen ist in Oberschwaben jedoch die durchschnittliche Unterstützungshöhe pro Antragssteller, nämlich von 329 Euro in 2016 auf 433 Euro in 2017. „Es sind vor allem Übernahmen von Mietkautionen und säumigen Stromrechnungen, die die Unterstützungsbeträge in die Höhe gehen lassen“, sagte die Vorsitzende Angelika Vogler-Rieger und bedankte sich bei allen Mitgliedern für deren großen Einsatz übers Jahr.

 

Die SZ-Nothilfe finanziert sich hauptsächlich von Spenden, die sie von Firmen und Privatpersonen erhält. Zudem kommen Einnahmen aus dem Verkaufsstand beim Ravensburger Christkindlesmarkt oder dem jährlichen Benefizkonzert im Hirschgraben, welches dieses Jahr wieder am 07. September stattfinden wird. „Wir sind froh und dankbar, dass wir so viele Unterstützer haben. Ohne diese wäre unsere Arbeit kaum möglich“, bemerkte Karl-Josef Gelder, Schatzmeister und Vorstandsmitglied und betonte, dass für ihn die Vielzahl der kleineren Privatspenden genauso ist, wie die größeren Firmenspenden.  Gelder berichtete bei der Jahreshauptversammlung auch von den zahlreichen Aktivitäten und Unterstützungen der SZ-Nothilfe, die vor über zwanzig Jahren von Redakteuren der Schwäbischen Zeitung ins Leben gerufen wurde.

 

In der SZ Nothilfe sind laut Satzung 20 Personen aus dem Altkreis Ravensburg als Mitglieder aktiv. Sie kommen aus den unterschiedlichsten beruflichen und gesellschaftlichen Kontexten. Jeder einzelne von ihnen trägt dazu bei, dass die SZ-Nothilfe Menschen in Not helfen kann.  Im letzten Jahr haben vier Mitglieder aus persönlichen und beruflichen Gründen die SZ-Nothilfe verlassen und wurden nachbesetzt.

 

In der Hauptversammlung wurden alle Vorstandsmitglieder einstimmig entlastet. Sybille Emmrich - als bisherige Vertreterin der Schwäbischen Zeitung - bleibt der SZ Nothilfe zwar als Mitglied erhalten, konnte sich aber nicht mehr der Wiederwahl für das Vorstandsgremium stellen, da sie aus dem aktiven Zeitungsdienst ausgeschieden ist.

Die anderen Vorstandsmitglieder,  Angelika Vogler-Rieger -als Vorstandsvorsitzende-,  Matthias Stöckle als ihr Stellvertreter, Karl-Josef Gelder als weiterer Stellvertreter und Schatzmeister sowie Ingrid Muus als Schriftführerin wurden in ihren Ämtern einstimmig bestätigt. Neu in das Vorstandsgremium wurde Andreas Müller als Vertreter der Schwäbischen Zeitung gewählt.  Susi Weber als Vorsitzende der Allgäu-Gruppe gratulierte ihren Ravensburger Kollegen zur Wahl.


Die SZ Nothilfe arbeitet intensiv mit vielen in der Region tätigen Hilfsorganisationen wie z.B. der Diakonie und der Caritas eng zusammen und ist Garant dafür, dass die Spendenmittel in der Region verbleiben und dort ankommen, wo sie benötigt werden.


Wer die SZ-Nothilfe unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende unter folgenden Bankverbindungen machen:
Volksbank Ravensburg, IBAN: DE91630901000302000003 bzw. Kreissparkasse Ravensburg, IBAN: DE36650501100048001920.

Die Bankverbindungen der Allgäu-Gruppe lautet:
Volksbank Allgäu-Oberschwaben, IBAN: DE42650910400031803008.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.sz-nothilfe.de.

 

Bericht zur 18. Jahreshauptversammlung
am 11.07.17


 

SZ-Nothilfe setzt sich für Obstbauer ein

Mit 108 000 Euro wurde 2016 in mehr als 300 Fällen unbürokratisch Hilfe geleistet

 

RAVENSBURG (sz) – Im 20. Jahr ihres Bestehens bleibt die SZ-Nothilfe ihrer Aufgabe treu. Sie leistet wirksame und unbürokratische Hilfe für Menschen in Not in Stadt und Kreis Ravensburg. Bei der Jahreshauptversammlung im Ravensburger Medienhaus gab es einen beeindruckenden Rückblick auf 2016 – in mehr als 300 Fällen wurde mit durchschnittlich 350 Euro und insgesamt rund 108 000 Euro Hilfe geleistet – und einen zuversichtlichen Ausblick. Beim Benefizkonzert mit Ravensburger Fanfarenzügen im Hirschgraben am 8. September wird das 20-jährige Bestehen gefeiert, so die Vorsitzende Angelika Vogler-Rieger.

Dass die Not bisweilen in der Mitte der in Oberschwaben ja durchaus wohlsituierten Gesellschaft ankommt, zeigte sich in der anschließenden monatlichen Arbeitssitzung. Da wurde mit großer Betroffenheit das von der Diakonie weitergeleitete Hilfegesuch eines Obstbauern aus einer kleinen Kreisgemeinde registriert. Die Landwirtsfamilie mit zwei kleinen Kindern droht in den Schulden zu versinken, weil nach dem Komplettausfall der Kirschenernte den laufenden Ausgaben kaum noch Einnahmen gegenüberstehen. Wenigstens die nötigsten Versicherungen für den Hofbetrieb will die SZ-Nothilfe zunächst bezahlen sowie die nicht mehr finanzierbaren Ausgaben für Schülerfahrkarte, Schulessen und Kita-Gebühren für die Kinder der Bauernfamilie. Kinderbetreuung ist dringend nötig, denn die Landwirtsfrau muss einen zusätzlichen Job übernehmen, um zum Familieneinkommen beizutragen.

Keine Frage, dass die Mitglieder der knapp 20-köpfigen Ravensburger SZ-Nothilfe-Runde diesem Hilfegesuch zustimmten. Auch weitere Anträge gingen ohne große Diskussion durch: beispielsweise die Finanzierung einer Ferienfreizeit für zwei Jungs, die mit ihrer vom gewalttätigen Vater geflüchteten Mutter im Ravensburger Frauenschutzhaus leben. Oder der Kauf eines günstigen TV-Geräts für eine in einem Wohnheim lebende behinderte Frau, die sich einen solchen „Luxus“ von ihrem geringen Taschengeld nicht leisten kann und der sich mit dem Fernseher ein Fenster zur Welt öffnet. Nicht immer gehen die Hilfegesuche so anstandslos durch: Bisweilen erscheint die Not nicht gar so groß oder der Antrag ist nicht mit der nötigen Sorgfalt ausgefüllt. Da ist es sehr hilfreich, wenn Fachleute – beispielsweise von Caritas, Diakonie, Anode, Arkade oder Familienhelferinnen – für ihre Klienten die Anträge stellen und für professionelle Begleitung sorgen.

 

106.000 Euro kamen zusammen

Sorgfalt ist den Mitgliedern der SZ-Nothilfe wichtig. Geht es doch um Spendengeld. Immerhin rund 106 000 Euro kamen 2016 zusammen, so Schatzmeister Karl-Josef Gelder, darunter auch Einnahmen durch eigene Aktionen wie den Stand auf dem Ravensburger Christkindlesmarkt oder Benefizkonzerte. Speziell die Mehlsäcke haben sich 2016 wieder für die SZ-Nothilfe ins Zeug gelegt sowie die Sportler beim Indoor-Cycling von Radius/Reischmann. Neben großzügigen Firmenspenden, wie von Rafi in Berg, Elektrogroßhandel Hermann Müller Ravensburg, Leutkircher Bank oder Schwäbischem Verlag, sind es viele kleine Spenden. Seit 20 Jahren überweise eine Frau, die ihren Namen nicht genannt wissen will, monatlich 20 Euro, sagte Gelder gerührt. Und Irmgard Dörr, die von Anfang an als Mitglied bei der SZ-Nothilfe mitmachte, will nach ihrem Ausscheiden aus dem Kreis der Aktiven künftig ihr Scherflein ebenfalls mit einem monatlichen Dauerauftrag beitragen.

Die Regionalgruppe Allgäu unter dem Dach der SZ-Nothilfe hat sich wieder besonders um Spenden bemüht und rund ein Drittel zu den Einnahmen beigesteuert. 31 Hilfegesuche wurden von der eigenständig arbeitenden Gruppe bewilligt, darunter 15 000 Euro im tragischen Fall eines schwer erkrankten Kindes einer fünfköpfigen Familie aus Bad Wurzach. Der Bericht der Vorsitzenden der Allgäugruppe, Susi Weber, wurde mit Beifall zur Kenntnis genommen. Ihre Wiederwahl war eine reine Formsache.

Quelle: Schwäbische Zeitung, Ausgabe Ravensburg/Weingarten, 14.07.2017, Autorin: Sibylle Emmrich

 

Info: Spendenkonten der SZ-Nothilfe bei der Volksbank Ravensburg
IBAN DE91630901 00302 0000 03 oder der Kreissparkasse Ravensburg IBAN DE36 650 501 110 0048 001920, weitere Info unter www.sz-nothilfe.de