Aktuelles

 

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Ihr SZ-Nothilfe-Team

 



SZ-Nothilfe reagiert auf Corona-Krise

Wer jetzt in persönliche Geldnot gerät, kann Unterstützung aus Sondertopf erhalten

sz/len – SZ-Ausgabe vom 01.04.2020

Ravensburg

Corona – für viele Menschen löst dieses Stichwort nicht nur Angst vor Krankheit, sondern auch vor finanzieller Not aus. Wer Geld benötigt, um für sich und seine Familie eine Notlage abzuwenden, kann bei der SZ-Nothilfe einen Antrag auf Unterstützung stellen.

Der von Angelika Vogler-Rieger geführte Verein, der 1997 aus einer Initiative von Redakteuren der „Schwäbischen Zeitung“ entstanden ist, hat angesichts der Corona-Krise einen Sondertopf mit 50 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Denn schon in den ersten Wochen der Krise hat sich abgezeichnet, dass finanzielle Hilfe gebraucht wird. Zum einen ist nach Angaben des Schatzmeisters Karl-Josef Gelder die Zahl der eingegangenen Anträge angestiegen, zum anderen haben soziale Institutionen dem Verein von dem steigenden Bedarf berichtet.

Der Regionalleiter der Caritas Bodensee-Oberschwaben, Ewald Kohler, bestätigt: „Es verdichten sich Anzeichen, dass gerade Notsituationen entstehen.“ Zu den Menschen, die schon bisher Sozialberatung der Caritas in Anspruch nahmen, komme jetzt ein neues Klientel dazu: Künstler und Selbstständige, die über Honorare bezahlt worden waren, bis die Krise auch das kulturelle Leben lahmlegte. Der Staat biete Hilfen zur Existenzsicherung an. Aber es gebe Personen, die „durch die Maschen fallen“, sagt Kohler. Der Sondertopf der SZ-Nothilfe sei „sehr hilfreich, ein tolles Zeichen“, so Kohler.

Auch der Leiter der Diakonischen Bezirksstelle in Ravensburg, Gerd Gunßer, spricht von „Unschärfen“ bei staatlichen Hilfen. „Die SZ-Nothilfe hat da jetzt noch ein zweites Netz aufgespannt“, sagt Gunßer. Als Ergänzung zur staatlichen Hilfe sei dieses Angebot wichtig und richtig.

„Wir wollen präventiv ein solidarisches Zeichen setzen“, sagt Vereins-Schatzmeister Gelder. „Denn die Welle kommt“, ist der frühere Direktor der Volksbank Ulm-Biberach in Ravensburg überzeugt. Er rechnet damit, dass sich die Anträge auf Unterstützung in zwei bis drei Wochen häufen, wenn das Gehalt so mancher familienernährender Arbeitnehmer durch Kurzarbeit deutlich schrumpft. „Wer wenig hat, den trifft es stärker“, so Gelder. Zur finanziellen Schieflage könne es dann schnell kommen, etwa wenn die im Kreis Ravensburg relativ hohen Mieten nicht mehr voll bezahlt werden können und sich Vermieter und Mieter über Mietstundungen unterhalten müssen. Und: „Was der Mieter nicht zahlen kann, wird auch beim Vermieter als Einnahme fehlen“, so Gelder.

Das Geld in dem Sondertopf, den die SZ-Nothilfe für unbürokratische Unterstützung in den nächsten Wochen aufgelegt hat, stammt nicht wie üblich aus Spenden von Privatpersonen und Unternehmen, sondern aus einer Erbschaft, die dem Verein zugeflossen ist.

Schatzmeister Gelder rechnet damit, dass das aus dieser Erbschaft eingebrachte Startkapital des Hilfsfonds in der Corona-Krise auch ge- und verbraucht werden wird. Andreas Müller, der als stellvertretender Chefredakteur der „Schwäbischen Zeitung“ im Vorstand der SZ-Nothilfe sitzt, sagt: „Wir sind sehr froh, dass wir in der Lage sind, in Not geratenen Menschen im Landkreis Ravensburg auf diese Weise schnell und unbürokratisch zu helfen.“

Auch in der Krise setzt die SZ-Nothilfe dabei auf die bewährte Zusammenarbeit mit den sozialen Institutionen Caritas und Diakonie, über die Anträge für Hilfen aus dem Sondertopf der SZ-Nothilfe gestellt werden können. Aber auch andere Partner wie Anode, Arkade, Frauen und Kinder in Not, rechtliche Betreuer und weitere Stellen arbeiten mit der SZ-Nothilfe zusammen. Sie alle reichen einen Antrag an die SZ-Nothilfe weiter, wenn sie einen berechtigten Bedarf sehen. „Für diese kompetente und vertrauensvolle Zusammenarbeit sind wir dankbar“, sagt Gelder.

Die SZ-Nothilfe ist in den vergangenen Tagen bereits für die Versorgung Bedürftiger aufgekommen: Die Caritas konnte damit Einkaufsgutscheine finanzieren, beim Einkaufsservice der Diakonie wurde Geld der SZ-Nothilfe verwendet, wenn jemand nicht in der Lage war, die Rechnung zu begleichen.

Schatzmeister Gelder erinnert sich, dass sich die Anträge auf Unterstützung schon einmal gehäuft haben – das war zu Zeiten der Finanzkrise 2008/09. „Auch damals sind die Einkommen zurückgegangen“, sagt Gelder. Während die SZ-Nothilfe im Lauf eines Jahres in der Regel 100 000 bis 130 000 Euro an Unterstützung auszahlt, rechnet der Schatzmeister in diesem Jahr mit 150 000 bis 170 000 Euro. Die reguläre Unterstützung, die schon ohne die Corona-Krise notwendig geworden wäre, laufe schließlich weiter.
 

Spenden nimmt die SZ-Nothilfe entgegen unter SZ Nothilfe e.V. Sonderkonto „Corona“, IBAN: DE20 6309 0100 0302 0000 20, BIC: ULMVDE66XXX, Bank: Volksbank Ravensburg
 

 

 

 

SZ-Nothilfe unterstützt Menschen in Not


Bericht zur Jahreshauptversammlung
am 16.07.2019

 

Perspektiven für Menschen in Not

 

2018 geht das Spendenaufkommen der SZ-Nothilfe zurück - Verein sucht weitere Unterstützer

 

250 Menschen hat der Verein SZ-Nothilfe im Altkreis Ravensburg im Jahr 2018 geholfen. 1997 von Redakteuren der Schwäbischen Zeitung gegründet, ist die SZ-Nothilfe inzwischen zum Rettungsanker für viele in Not geratene Menschen geworden. Nun hat der Verein bei seiner Jahreshauptversammlung das vergangene Jahr bewertet und einen Ausblick in die Zukunft gewagt.

 

Gemeinsam mit der Regionalgruppe Allgäu im Altkreis Wangen hat die SZ-Nothilfe 2018 rund 83.000 Euro an Unterstützung ausbezahlt. Hauptsächlich ging es dabei um die Übernahme von Mietschulden und Kautionszahlungen - nicht selten zur Vermeidung von drohender Obdachlosigkeit - , von dringend benötigten Alltagsgegenständigen wie Waschmaschine oder Möbel oder Fahrtkosten zu notwendigen medizinischen Behandlungen, die nicht vor Ort angeboten werden. Im gesamten Landkreis half die SZ-Nothilfe 2018 damit 311 Menschen in Not, die keine vorrangigen staatlichen Hilfen in Anspruch nehmen konnten. Im Altkreis Ravensburg waren das 30 Personen weniger als 2017, im Allgäu dagegen ist die Fallzahl von 52 auf 61 Hilfe suchende Personen gestiegen.

 

Die SZ-Nothilfe finanziert sich fast ausschließlich aus Spenden und Erlösen von Benefizveranstaltungen. Allein die Indoor-Cycling-Aktion im Fitnessstudio Radius hat fast 16.000 Euro ergeben. So kamen im vergangenen Jahr insgesamt rund 74.000 Euro Spenden zusammen.   Eine schöne Summe, allerdings zu wenig, um den gesamten Hilfebedarf zu decken. „Wir erleben immer wieder, was für Leid und auch menschliche Tragödien es gibt, eben auch in unserem Landkreis. Deshalb bitten wir um tatkräftige finanzielle Unterstützung, damit wir helfen können“, sagt die Vorsitzende Angelika Vogler-Rieger.

 

Die SZ-Nothilfe sucht weitere Spender und Unterstützer. So musste der Verein 2018 auf seine Rücklagen zugreifen, wie der stellvertretende Vorsitzende und Schatzmeister Karl-Josef Gelder berichtet: „Ich erlebe es leider, dass das Spendenaufkommen seit zwei Jahren stark rückläufig ist. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass uns viele Privatpersonen monatlich kleinere Spenden zukommen lassen und diese Geldbeträge für uns genau so wichtig sind wie die jährlichen größeren Spenden von Firmen aus der Region.“

 

20 ehrenamtliche Mitglieder engagieren sich in Ravensburg und Umgebung für die SZ-Nothilfe. Eine weitere Gruppe hilft im Allgäu bedürftigen Menschen. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder und entscheiden gemeinsam über die vielen Anträge, um schnell und unkompliziert zu helfen. Schatzmeister Karl-Josef Gelder ist darauf stolz, dass der jährliche Verwaltungsaufwand nur bei etwa 500 Euro liegt.

 

Die SZ-Nothilfe wird auch in diesem Jahr in Ravensburg öffentlich wirksam sein: sei es beim traditionellen Benefizkonzert am 6. September im Hirschgraben oder beim  Christkindlesmarkt in Ravensburg. 2020 wird sich die SZ-Nothilfe auch mit einer Veränderung ihrer Organisation beschäftigen, damit die Hilfe für in Not geratene Menschen noch besser gesteuert werden kann.

 

Info:

Wer mehr über die SZ-Nothilfe erfahren  und diese finanziell unterstützen möchte, kann dies im Internet unter www.sz-nothilfe.de tun.

Die Spendenkonten der SZ-Nothilfe in Ravensburg lauten:
Volksbank Ravensburg, IBAN: DE91 6309 0100 0302 0000 03, bei der Kreissparkasse Ravensburg IBAN: DE36 6505 0110 0048 0019 20 und

für die Regionalgruppe Allgäu bei der Volksbank Allgäu-Oberschwaben IBAN: DE42 6509 1040 0031 8030 08.